Der Fernsehkonsum muss für vieles hinhalten, seit kurzem auch für eine mögliche Schwangerschaft oder für eine unglückliche Psyche.
Gleich zwei Studien aus Amerika wollen aufzeigen, dass langer Fernsehkonsum für eine mögliche Schwangerschaft oder für das Unglücklichsein von Menschen verantwortlich ist.

So befragten Forscher der Rand Corporation während dreier Jahre
mehr als 700 Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahre zu ihrem Fernsehverhalten und dem Sexualleben. Dabei wurden
25 Prozent derer, die sich
regelmässig Flirtshows, Romanzen und pornographische Filme ansahen, dabei
schwanger oder waren
verantwortlich für eine Schwangerschaft.
Wow, "Sex and the City" beispielsweise ist also nicht so harmlos, wie man immer gedacht hat. Ob das wirklich am Fernehkonsum liegt oder nicht eher an Unwissenheit bezüglich der richtigen Verhütung?
Im November wurde in den Medien noch über eine zweite Untersuchung berichtet. Die
Universität von Maryland hat in einer Studie die Daten von 45'000 Menschen aus 34 Jahren ausgewertet und kam u.a. zum Schluss, dass
"nicht glückliche Menschen" etwa 30% mehr Zeit am Fernseher verbringen, als "sehr glückliche Menschen". Zum
höchsten Grad des Wohlbefindens für Menschen gehören:
andere Menschen treffen oder
Aktivitäten wie Lesen oder Sex.
Sex? Öhm, und wie passt das nun zur Befragung über das Sexualverhalten und den Fernsehkonsum?
Hat ein langer Fernsehkonsum nun einen Einfluss auf die Sexualität oder nicht? Antwort: Jein. Denn die Studie von Maryland meint zum Thema Sex nicht Jugendliche, sondern glücklich vereiratete Paare, die eben noch anderes machen, ausser vor der Glotze zu sitzen.
Was "lernen" wir aus diesen beiden Studien?
Am Besten
nicht zu lange vor dem Fernseher sitzen. Und auf gar keinen Fall Sendungen ansehen,
die mit Romantik oder Sex zu tun haben, so lange
man im Teenageralter ist.
Fotos: ORF, aus Sex and the City: läuft jeden Freitag auf ORF 1 um 23.35 Uhr.