Carl Allen, gespielt von Jim Carrey, lebt ein einsames und eintöniges Leben, seit seine Beziehung vor drei Jahren in die Brüche gegangen ist.
Tagsüber muss er als Bankangestellter viele Kreditanträge ablehnen und die Abende verbringt er mit einem Stapel DVDs vor der Glotze.
Genervt lebt Carl sein Leben, weicht der aufdringlichen alten Nachbarin aus, arrangiert sich mit seinem schrägen Chef und versucht, die Bemühungen von Peter, Carls bester Freund, zu torpedieren, der ihn aus seiner Isolation holen will.
Das Leben von Carl ändert sich jedoch eines Tages, als er durch einen alten Kollegen, mit einem Selbsthilfeprogramm in Berührung kommt.
Bei einem Anlass, geleitet vom charismatischen Terrence Bundley, genial gespielt von Terence Stamp, dem Erfinder dieses Programms, wird Carl mit seiner bisherigen Lebenshaltung durch Terrence konftroniert. Die simple Botschaft von Terrence lautet: „Sag Ja“.
Carl fängt an, die Botschaft umzusetzen und steigert sich in etwas hinein: Er fängt an, zu allem und jedem „Ja“ zu sagen. Denn jedes „Nein“, so ist Carl, gemäss einer Aussage von Terrence, überzeugt, ziehe Folgen nach sich.
So bewilligt Carl alle Kreditanträge in der Bank, lernt fliegen und koreanisch sowie Gitarre spielen und zieht mit seinen Freunden um die Häuser. Und er kommt sogar zu einer neuen netten Freundin. Doch dann realisiert Carl, dass immer zu allem „Ja“ zu sagen, auch seine Schattenseiten hat…
Ein Trailer zu Der Ja-Sager, zu finden auf YouTube
KritikDer Ja-Sager, englischer Titel „Yes Man“ ist eine typische Jim Carrey-Komödie. Wie schon bei Der Dummschwätzer, englischer Titel „Liar, Liar“, verwandelt sich das Leben der Hauptfigur von einem Tag auf den andern und wird mit unmöglichen Situationen konfrontiert. Und wie schon Der Dummschwätzer hat auch Der Ja-Sagereine originelle Grundidee.
In der ersten Hälfte von Der Ja-Sager wird diese Grundidee auch recht unterhaltsam umgesetzt. Doch dann plätschert der Film, mit Ausnahme einer Szene mit einem bitterbösern Seitenhieb auf Amerikas Terrorismusparanoia, vor sich hin.
Und das ist ärgerlich, denn man hätte mehr aus dem Film machen können zum Thema: Sag Ja zum Leben. Doch die Grundidee verblast und so wirken auch viele Slapstick-Szenen irgendwie fehl am Platz Schlussendlich geht es nur noch darum, ob Carl seine neue Beziehung retten kann oder nicht. Und so mag dann auch der Schluss nicht recht zu überzeugen.
Eigentlich schade wegen den Films und weil Jim Carrey ein talentierter Schauspieler und Komiker ist, den ich gerne noch in mehr ernsthaften Rollen sehen möchte. Denn da hat Jim Carrey wirklich noch Potential. Das wird auch in einzelnen Szenen bei Der Ja-Sager sichtbar.
Fazit
Kein Ja zu Der Ja-Sager, sondern ein gequältes knappes Jein. Statt überbordender Slapstick hätte mehr Tiefe dem Film gut getan. So bleibt Der Ja-Sager oberflächlich und reines Popcornkino.
Der Ja-Sager, USA 2008, 104 Minuten, Verleih: Warner Bros. Pictures, Kinostart: 19. Februar 2009.