, Schweizer Schauspieler und Sänger mit spanischen Wurzeln. Der Gründer von Sens Unik und Gewinner von vier Goldenen Schallplatten tauschte seine Karriere als Sänger gegen jene eines Schauspielers ein und gewann 2006 den Schweizer Filmpreis als bester Hauptdarsteller in Samirs «Snow White».
Frühling ist eine passende Jahreszeit für diesen bewegten Mann, den
Schauspieler und Sänger Carlos Leal. Mit 15 war er Breakdancer, dann wurde er erfolgreicher Rapper, bis er vor acht Jahren seine Karriere als Sänger von Sens Unik aufgab, um in Paris Schauspieler zu werden – mit Erfolg. 2006 gewann er für seine
Rolle in Samirs «Snow White» den Schweizer Filmpreis als bester Hauptdarsteller.
Im selben Jahr ging seine
Reise nach Hollywood als Casinodirektor im Bond-Film «Casino Royal» sowie nach Berlin als Shootingstar. Seither «hat» ihn Spanien: Dort besetzt der spanisch- schweizerische Doppelbürger einen festen Platz in einer Fernsehserie als Bösewicht, und Pedro Almodóvar hat ihn für eine Nebenrolle in seinem neuesten Film «Abrazos rotos» engagiert.
Für den
Schweizer Film «Sennentuntschi» lässt Michael Steiner («Grounding», «Mein Name ist Eugen») den Romand zum ersten Mal auf Schweizerdeutsch spielen. Carlos Leal gibt einen Arzt in der Alpengruselgeschichte an der Seite von Andrea Zogg und Joel Basman. Der Film sollte
im Herbst 2009 in die hiesigen Kinos kommen.
Carlos Leal ist 1969 in der Schweiz als Sohn spanischer Einwanderer geboren und absolvierte nach dem Collège eine
Lehre als technischer Zeichner. Im Lausanner Vorort Renens mit 65 Prozent Ausländeranteil, gründete er Sens Unik, die Hip-Hop-Gruppe, mit der er neun Alben einspielte und vier Goldene Schallplatten gewann.
So bunt und bewegt wie seine Karriere sind auch seine kulturellen Leidenschaften. Für die «Carte Blanche» im «
Klanghotel» bringt er
Konzertausschnitte von Jacques Brel und Pink Floyd, Filmausschnitte vom neuen Film «Half Nelson» und Antonionis Kultfilm «Blowup».
Carlos Leal ist immer auf der Suche nach neuen Inspirationsquellen und hält sich gleichzeitig an die Altmeister. Warum die Musik auch in seinem neuen Leben als Schauspieler
die Liebe seines Lebens bleibt und warum ihn die Wahlrede Obamas immer wieder zu Tränen rührt, erzählt er im
Gespräch mit Sandra Studer.
Bilder: Copyright SF