Harry Potter, der berühmteste Zauberlehrling der Welt, kommt wieder auf die Kinoleinwand. Und zwar mit der sechsten Verfilmung Harry Potter und der Halbblutprinz. Der Film ist unheimlich, lustig und ohne richtigen Schluss.
Erneut muss Harry Potter gegen die bösen Machenschaften von Lord Voldemort und seinen Schergen ankämpfen. Gut gegen Böse. Dabei ist die Zauerschule Hogvarts kein sicherer Ort mehr. Denn ein Verräter ist am Werk.
Inhalt
Harry Potter und der Halbblutprinz fängt rasant an:
Wie schwarze Pfeile rasen dunkle Gestalten auf Besenstielen durch das reale London und zerstören dabei die Milleniumsbrücke über die Themse.
In einem kleinen Bistro neben der Untergrundbahn sitzt unterdessen ein Jugendlicher mit Brille und liest eine Zeitung aus dem Zauberland.
"Wer ist Harry Potter?" fragt die Kellnerin, die einen Blick auf die Schlagzeile der Zeitung erhascht hat, und der junge Mann erhält die Chance auf ein Date nach Feierabend.
Ja, Harry Potter spürt die Hormone.
Doch bevor der berühmteste Zauberlehrling, der Auserwählte, die Kellnerin treffen kann, steht auch schon Hogwarts-Schulleiter Dumbledore da.
Und weg ist Harry, zurück ins Zauberland, zurück zu neuen Abenteuern. Denn die Welt wird
immer mehr vom bösen Lord Voldemort und seinen Helfern bedroht.
Dumbledore bereitet Harry bewusst auf den kommenden Kampf vor, indem er ihm zeigt, wie Voldemort als Junge unter dem Namen Tom Riddle war, der wie Harry auch auf Hogwarts war.

Wesentliche Hilfe könnten Dumbledore und Harry vom pensionierten, aber wieder im Amt stehenden, Professor Horace Slughorn, erhalten, dessen Schüler Voldemort damals war. Aber Slughorn plagen die Erinnerungen an die damalige Zeit, die er mit niemandem teilen will.
Daneben entdeckten Harry, Ron und Hermine in Hogwarts die Sonnen- und Schattenseiten der ersten Liebe. Ron wird von der Mitschülerin Lavender Brown umgarnt, was Hermine fast das Herz bricht und sie vor Eifersucht kochen lässt. Harry entwickelt eine Zuneigung zu Rons Schwester Ginny, die auch erwidert wird.
Viel Zeit bleibt den verliebten Teenagern nicht,
denn das Böse rückt unaufhaltsam näher. Und dabei spielt Lucius Malfoy, Harry ewiger Widersacher auf Hogwarts, eine nicht unwesentliche Rolle. So stirbt einer der Guten...
Kritik
Harry Potter und der Halbblutprinz unterscheidet sich in einigen Punkten vom Buch. Das wird sicher Anlass zu Kritik von Seiten der Fans geben.
Der Film ist unheimlich, düster und lustig zugleich. Unheimlich und düster, weil Lord Voldemort und die Bösen eine immer dominierendere Rolle spielen und einer der Guten stirbt. Lustig, weil das Liebesleben von Harry, Ron und Hermine unterhaltsam anzuschauen ist.
Schade ist, dass der Schulbetrieb in Hogwarts kaum noch eine Rolle spielt. Zudem ist definitiv
ein Vorwissen zwingend, um sich diesen Film anzuschauen; dass heisst, ohne Kenntnis der Bücher und/oder Filme, hat man kaum eine Ahnung bei den verschiedenen Handlungssträngen, um was es geht.
Wegen der Komplexität leidet auch
die Spannung im über zweieinhalb stündigen Film und kann nicht durchwegs aufrecht erhalten werden.
Dafür sind Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Michael Gambon und alle andern erneut in ihren Rollen sehenswert.
Was stark auffällt, ist
das Fehlen eines richtigen Schlusses im Film. So ist
Harry Potter und der Halbblutprinz - vergleichbar mit
Star Wars - Das Imperium schlägt zurück -
als Übergangsfilm zum Finale zu verstehen.
Die
Verfilmung des letzten Buches, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, soll wegen der komplexen Geschichte - oder auch wegen des Geldes? -
in zwei Teilen im 2010 und 2011 in die Kinos kommen. Die Dreharbeiten haben schon begonnen.
Harry Potter und der Halbblutprinz, Originaltitel: Harry Potter and the Half-Blood Prince, GB / 2009, 153 Minuten, Verleih: Warner Bros., Kinostart: 16. Juli 2009
Filmplakat und Fotos: © 2009 Warner Bros. Ent. Harry Potter Publishing Rights © J.K.R. Harry Potter characters, names and related indicia are trademarks of and © Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.
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Aufgenommen: Jul 23, 10:07