Der deutsche Regisseur Michael "Bully" Herbig hat wieder mit einem Film zugeschlagen: Wickie und die starken Männer. Resultat: Witzig und unterhaltsam.
Ein alter Fernsehklassiker kommt auf die Leinwand: Wickie und die starken Männer. Doch dieses Mal sind es nicht Zeichentrickfiguren sondern reale Menschen, die die Helden darstellen.
Und eines schon vorweg: Das Casting ist wirklich gelungen. Die Schauspielerinnen und Schauspieler sehen den berühmten Zeichentrickfiguren verblüffend ähnlich.
Um was geht es?
Der rothaarige Wickie, gespielt von Jonas Hämmerle, ist ein netter Junge. Etwas schüchtern, etwas ängstlich, aber sehr schlau. Und wenn Wickie eine kreative Idee hat, dann sprühen die Sterne im wahrsten Sinne des Wortes.
Wickie lebt im Dorf Flake bei seiner Mutter Ylva, gespielt von Sanne Schnapp, und Vater Halvar, gespielt von Waldemar Kobus, dem Chef des Dorfes.
Halvar kommt mit seinen Männern gerade von einem Raubzug zurück. Das Schiff ist beladen mit Beute und jeder bekommt seinen Teil. Halver liebt seinen Sohn Wickie sehr, doch macht er sich Sorgen um ihn, weil er ihn als zu wenig wild und mutig empfindet.
Bei einem Wettkampf gegen seinen Vater beweist Wickie dafür, welche Stärke in der Schlauheit steckt.
Als Wickie ausserhalb des Dorfes eine Erfindung testet, wird dieses von einer fremde Horde überfallen, die alle Kinder, u.a. Ylvi, die besten Freundin von Wickie, raubt.
Sofort machen sich die Wikinger auf den Weg und nehmen die Verfolgung auf. Auch Wickie ist dabei und hilft Halvar, den sich ständig streitenden Tjure und Snorre, dem weisen Urobe, Gorm, der ständig entzückt ist, dem Barden Ulme und dem gutmütigen und starken Faxe.
Dabei bekommen sie es mit einem gefährlichen Gegner zu tun: Dem Schreckliche Swen, gespielt vonGünther Kaufmann.
Regisseur Michael "Bully" Herbig ist bekant durch seine Kassenschlager wie Der Schuh des Manitu oder (T)Raumschiff Surprise, bei denen er Fernsehklassiker gekonnt satirisch duch den Kakao zieht.
Bei Wickie und die starken Männer hat er sich aber zurückgehalten und das ist gut so. Denn Wickie ist auch heute noch für viele Kinder ein Held. Zudem hat die Zeichentrickserie eh schon genug humoristische Momente und zuviel Klamauk ist darum gar nicht nötig.
So ist Wickie und die starken Männer ein unterhaltsamer Familienfilm, der viele Erwachsene, die in den 70er Jahren Kinder waren, daran erinnern wird, als es nur 2-3 Kanäle am Fernsehen gab und die unterhaltsame Zeichentrickserie etwas vom wenigen war, was Kinder sehen durften.