Die 22-jährige Bankangestellte Linda Fäh aus Benken SG wurde zur Miss Schweiz 2009 gewählt. Ein Interview von fernsehen.ch über ihre Vorstellungen, den Glauben und was sie sich im Fernsehen ansieht.
Interview: Andy Schindler-Walch
Linda Fäh, herzliche Gratulation zur Wahl. Wie sind die ersten Tage als neue Miss Schweiz verlaufen?
„Sehr spannend. Es ist natürlich alles neu: Lange Arbeitstage, ein ganz anderer Job als vorher. Schon sehr viele Aufträge, aber es ist interessant.“
Fahren Sie schon Ihren neuen Lancia, den Sie gewonnen haben?
„Nein, leider noch nicht. Es geht noch einen Moment. Aber ich habe ein ‚Übergangsauto’ von Lancia erhalten.“
Nach Ihrer Wahl sind Sie kritisiert worden, Sie seien bieder wegen Ihren Vorstellungen bezüglich Mutter und Hausfrau. Was sagen Sie dazu?
„Ja, wenn man nach einem Tag so bezeichnet wird, ich weiss nicht. Ich glaube, ich habe jetzt ein Jahr Zeit, um zu zeigen, dass ich nicht bieder bin. Zudem finde ich, sollte jeder das leben können, was er möchte. Ich möchte auf Weltreise für längere Zeit gehen, natürlich auch noch arbeiten, heiraten, Kinder haben, ein Haus haben. Ich finde nicht, dass das bieder ist. Aber wenn das Leute als bieder bezeichnen, dann ist das für mich okay.“
Sie glauben an Gott. Wie hilft Ihnen das als Miss Schweiz?
„Es wurde etwas in den Medien übertrieben. Ich bin nicht so gläubig, wie alle schreiben. Ich gehe an Weihnachten und Ostern in die Kirche. Ab und zu bete ich und sage danke für alles, was ich haben darf. Oder ich bete auch mal, dass etwas gut läuft. Aber mehr eigentlich auch nicht.“
Sie sehen sich im Fernsehen Fussballspiele an.
„Ja, ab und zu.“
Was sehen Sie sich noch an?
„Natürlich die Tagesschau. Es ist wichtig, sich zu informieren, was wieder alles passiert ist. Oder mal die Sender mit Regionalnachrichten, damit man weiss, was in Zürich oder St. Gallen passiert ist. Sonst habe ich gar nicht viel Zeit, um Fernsehen zu schauen. Aber ich schaue gerne auch mal in einen guten Film hinein, wenn ich gerade Zeit habe.“
Kennen Sie die Filmkomödie Miss Undercover mit Sandra Bullock?
„Ja, die kenne ich.“
Das ist eine Parodie auf Miss-Wahlen. Ist das ähnlich bei einer Miss-Schweiz-Wahl oder ganz anders?
„Nein, es ist schon etwas anders (lacht). Es geht nicht so hektisch zu und her wie in jenem Film.“
Was möchten Sie nach diesem Jahr als Miss Schweiz erreicht haben?
„Einfach als gute Miss Schweiz in Erinnerung bleiben, so wie ich bin. Ich möchte bodenständig bleiben, Ende Jahr alle Aufträge bestmöglichst erfüllt haben und etwas von meinem Charakter, meiner Art und meiner Dankbarkeit weitergegeben und dem einen oder andern ein Lächeln auf das Gesicht gezaubert zu haben.“
Fotos: zVg, Fiat Group Automobiles Switzerland SA