
(SF) Unter dem Titel Medienwelten zeigt «Kulturplatz extra» diesen Sommer sieben aufsehenerregende und preisgekrönte Dokumentarfilme, die aufzeigen, wie Zeitungen, Radio, Fernsehen und das Internet das aktuelle Bild der Welt prägen und
verändern. Am
14. Juli 2010 sendet das Schweizer Fernsehen den Film «
Disco and Atomic War» von Jaak Kilmi aus dem Jahr 2009.
Wie Sue Ellen und JR zu CIA-Agenten wurden: Dallas und das Discofieber erreichten den Ostblock im Kalten Krieg über die Sendemasten des finnischen Fernsehens.
Auf der anderen Seite des Baltischen Meeres wurden die Verheissungen des westlichen Lebensstils von estnischen Familien in der Küstenregion 1000-fach illegal empfangen und begierig konsumiert.
Die Neuigkeiten über einen Tanz namens Disco und Familiendramen in Dallas verbreiteten sich zunächst als Mund-zu-Mund-Propaganda und später per Videokassette in der ganzen Sowjetunion. Kein Eiserner Vorhang konnte sie aufhalten. Für die CIA war die sogenannte Soft Power der finnischen Fernsehsignale der direkteste Weg ins Bewusstsein der Sowjetbürger.
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