: Die neusten Zahlen der Kinderschutzgruppe des Zürcher Kinderspitals machen betroffen: Im Jahr 2009 wurden 419 Fälle von vermuteter oder sicherer Kindsmisshandlung gemeldet. Zwei Säuglinge und ein Kleinkind starben an den Folgen ihrer Misshandlungen.
Helen Arnet beobachtete die älteste Kinderschutzgruppe der Schweiz bei ihrer Arbeit und lernte dabei drei ihrer Fälle kennen:
Dario, der als neun Monate altes Baby von seinem Vater mit heissem Wasser verbrüht und beinahe umgebracht wurde; noch heute, vier Jahre danach, leidet der Knabe unter den Folgen der Misshandlung.
Der drei Monate alte
Andres wird mit einem schweren Schütteltrauma ins Zürcher Kinderspital eingeliefert; sein Hirn wurde durch das Schütteln schwer geschädigt.
Und der eineinhalbjährige
Leandro hat eine depressive Mutter, die ihr Kind nur ungenügend beaufsichtigt und dadurch gefährden
könnte.
Die Reportage von Helen Arnet zeigt den erschütternden Alltag des interdisziplinären Kinderschutzteams, das sich tagtäglich mit sexueller Ausbeutung, körperlicher und psychischer Misshandlung und Vernachlässigung zu befassen hat.
Bild: Copyright SF