: Schwingen ist ein archaischer Kampf – Mann gegen Mann, ein urschweizerischer Nationalsport. Alle drei Jahre messen sich die Besten der «Bösen» am Eidgenössischen Schwingfest. Der Titel des Schwingerkönigs ist hart umkämpft. Gefordert sind nicht nur Disziplin, Training und Kampfgeist, sondern auch viel Unterstützung und Verständnis von Familie und Freunden. Forrer Nöldi und Stucki Christian sind zwei Anwärter auf den diesjährigen Titel. «
» begleitet die beiden auf ihrem Weg zum grossen Ziel: dem Sieg am «Eidgenössischen» in Frauenfeld.
Stucki Christian bereitet sich auf den grossen Wettkampf in Frauenfeld TG vor.
Der 25- Jährige quält sich mit Gewichten ab, um seine Kraft unter Beweis zu stellen und im Leistungstest zu glänzen. Sein Trainer verlangt viel von ihm, das Ziel ist klar: Der Seeländer will Schwingerkönig 2010 werden.
Neben Trainings und mentalen Vorbereitungen arbeitet Christian als Chauffeur für eine Grossmetzgerei. Sein Terminkalender ist übervoll, doch aus der Ruhe bringen lässt sich der «Böse» nicht so schnell, denn er ist und bleibt eine «Gmüetsmoore».
Forrer Nöldi war 2001 bereits Schwingerkönig. Doch auch sein Ziel ist es, in Frauenfeld nochmals den Siegermuni zu gewinnen. Zuallererst geniesst der 31-Jährige noch einige Tage im fernen Brasilien, um sich vor dem harten Wettkampf-Training zu erholen.
Ganz ohne Sport geht es aber in den Ferien nicht, und an der Copacabana zu joggen ist eine Erfahrung, die er sich nicht entgehen lassen will. Trotz all dem Schönen in der Ferne vermisst Nöldi allerdings seine Heimat und freut sich bei der Rückkehr ins Toggenburg auf die gute Schweizer Milch und ein heisses Sprudelbad in seinem neuen Haus.
Auf dem Waffenplatz in Frauenfeld ist die Artillerie im Einsatz. Allerdings nicht mehr lange: In der nächsten Zeit verwandelt sich das Militärgelände in die grösste Sportarena der Schweiz.
Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest vom 20. bis 22. August 2010 wird ein Anlass der Superlative mit einem Gabentempel der Extraklasse. Die Tiere, die als Preise zu gewinnen sind, sind schon bereit für ihre Aufgabe. Andere Gaben, von der geschnitzten Kommode bis hin zum 50-Zoll-Flachbildschirm, müssen fleissige Helfer in den nächsten Monaten noch auftreiben.
«SF bi de Lüt – Die Bösen» blickt hinter die Kulissen der Vorbereitungen auf das grosse Fest und bringt die Faszination des Schwingsports ins Wohnzimmer.
Bild: Copyright SF/Peter Mosimann