: Unterwegs ist er nur im gepanzerten Wagen, und sein Zuhause gleicht einem Bunker: Der Schweizer Ernst Maurer ist ständig auf der Hut. Wegen seines Reichtums befürchtet er, Opfer einer Entführung zu werden.
Der 83-jährige Zürcher wanderte vor über 60 Jahren nach Mexiko aus. Zuerst reinigte er Teppiche – heute besitzt er Touristenattraktionen: ein Hotel, zwei Restaurants, eine Hazienda aus dem 16. Jahrhundert, eine Schule für Fernstudium mit über 18'000 Schülerinnen und Schülern, 670 Hektar Land, auf dem sich drei Vulkane befinden, sowie die weltweit grösste Weihnachtsbaumplantage, auf der die Besucher ihre Tannen selber schlagen können.
Zuverlässigkeit und Perfektionismus, also typisch schweizerische Tugenden, seien ausschlaggebend für seinen Erfolg, sagt Maurer. Doch seinem Anspruch auf Perfektion können seine 450 Angestellten längst nicht immer gerecht werden. Der Unternehmer
überlässt nichts dem Zufall. Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, hat er sogar einen indianischen Regenmacher auf seiner Lohnliste, der im trockenen Hochland Mexikos die Götter gnädig stimmen soll.
In der Adventszeit fahren bis zu 10'000 Familien pro Tag in den weitläufigen Weihnachtsbaumwald. 2009 machte sich auch hier die Wirtschaftskrise bemerkbar. Maurer hofft dennoch, in den letzten Tagen vor Weihnachten gute Geschäfte zu machen.
Seine Chancen stehen nicht schlecht, denn er ist der Beste in seinem Metier. Das weiss selbst Margarita Zavala, die Ehefrau des mexikanischen Präsidenten, zu schätzen. Autor Hanspeter Bäni staunte nicht schlecht, als sie während seiner Dreharbeiten mit ihren
Kindern und vielen Sicherheitsleuten den Weihnachtsmann mit Schweizer Wurzeln besuchte.
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