: Riesen-Mantas sind mit einer Brustflossen-Spannweite von bis zu fünf Metern die grösste und meistentwickelte Rochengattung des Planeten. Allerdings weiss man noch sehr wenig über diese Meeresriesen. Nach einer ersten Begegnung war die junge US-Amerikanerin Andrea Marshall so von diesen Tieren fasziniert, dass sie sich entschloss, mehr über sie herauszufinden und ihr Leben der Erforschung und dem Schutz der Riesen-Mantas zu widmen.
In Tofo Beach in Mosambik, bei der Hauptpaarungs- und Geburtsstätte der Riesen- Mantas, fand die Forscherin Andrea Marshall den idealen Ort, um den gewaltigen Tieren nahe zu sein und deren Lebensweise und Fortpflanzung zu studieren.
Die kunstvoll inszenierten Paarungen sind ein selten schönes Naturschauspiel, bei dem sich Dutzende von Riesenrochen über Stunden hinweg mit ihren flügelhaften Brustflossen umgarnen.
Da die Weibchen nur alle zwei bis drei Jahre ein Junges gebären, haben Riesen-Mantas eine sehr geringe Fortpflanzungsrate. Dies bedeutet für die Meeresbiologen, dass sie sich mit ihren Untersuchungen beeilen müssen, um ihre Studien bekannt zu machen und die Rochen so vor der Ausfischung zu schützen.
Denn Riesen-Mantas geraten immer häufiger ins Visier der Fischer. Vor allem in Südostasien sind sie wegen ihres Fleisches und der
heilenden Eigenschaften in der chinesischen Medizin sehr gefragt.
Mit der Entdeckung einer neuen grösseren Spezies von sieben Metern Flügelspannweite ist Andrea Marshall ein wichtiger Schritt in ihrer Forschung gelungen.
Über sechs Monate hinweg verfolgt sie per Satellit jede Bewegung der gigantischen Rochen, um deren Verhalten besser berechnen zu können – ein entscheidender Beitrag, um die Zukunft dieser Riesen-Mantas zu sichern.
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