Sie ist der schillerndste Schweizer TV-Exportartikel, er ist ein Urgestein des heimischen Film-
und Theaterschaffens: Michelle Hunziker (35) und Mathias Gnädinger (71) wurden heute Abend
im KKL Luzern mit dem Schweizer Fernsehpreis ausgezeichnet. Hunziker erhielt den Preis in
der Kategorie Star, Gnädinger den Lifetime Award für sein Lebenswerk. Mona Vetsch und Nik
Hartmann führten kompetent, sympathisch und humorvoll durch die grosse Gala mit vielen
prominenten Gästen. Der Filmpreis ging an «Der Verdingbub» von Markus Imboden in der
Kategorie Innovation machte «Homerun» (Sat.1 CH) das Rennen, und mit dem Publikumspreis
für die beste Sendung wurde «Auf und davon» (SF1) geehrt. Die Verleihung des Schweizer
Fernsehpreises ist der Auftakt zum 51. Rose d’Or Festival.
«Tagesschau»-Moderator Franz Fischlin, der letztjährige Sieger in der Kategorie Star, freute sich in
seiner Laudatio, dass eine Sendung «mit Menschen wie du und ich» beim Publikum eine so grosse
Zustimmung gefunden hatte. Die Leser von «Blick» und «Tele» sowie die Zuschauer von Sat. 1
Schweiz hatten «Auf und davon» zum Sieger erkoren. Nominiert waren ausserdem «SF bi de Lüüt –
Unsere Stadt» und «Zürich Langstrasse».
In der Kategorie Innovation konnte Stéphanie Berger die Auszeichnung an Björn Hering überreichen,
der für «Homerun» verantwortlich ist. Das Format von Sat.1 CH überzeugte die Juroren der BLICK
und TELE-Redaktionen durch seine Mischung aus Abenteuerlust, Reise-Dok und menschliche
Dramen. «Homerun» setzte sich gegen die ebenfalls nominierten «3 auf 2» (SFzwei und Radio DRS3)
und «Tonspur – Der Soundtrack meines Lebens» (SF1) durch.
Den Preis in der Kategorie Film übergab Marco Solari, Präsident des Filmfestivals Locarno, an
Regisseur Markus Imboden für den Film «Der Verdingbub». Mit Markus Imboden liess sich auf der
Bühne auch Max Simonischek feiern, einer der Hauptdarsteller des erfolgreichsten Schweizer Films
2011. Mitnominiert waren «Die Kinder vom Napf» von Alice Schmid und «Eine wenig, dr Dällebach
Kari» von Xavier Koller.

Eine strahlende Michelle Hunziker freute sich über ihren Preis in der Kategorie Star, den sie von
Christa Rigozzi («Ich bin schon lange ein Fan von Michelle») entgegennehmen konnte. Dank
Sendungen wie «Striscia la notizia» (Canale 5) hatte «La Hunziker» in Italien längst Superstar-Status,
bevor sie an der Seite von Thomas Gottschalk mit «Wetten dass ..?» auch im deutschsprachigen
Raum ins internationale Rampenlicht trat. «Einen Preis von der Schweiz zu erhalten, hat mich riesig
gefreut. Ich hätte nie geglaubt, dass das mal wahr wird». Seit Samstag sitzt sie zusammen mit Dieter
Bohlen und Dana Schweiger in der Jury des neuen RTL-Castingformats «DSDS Kids».
Für sein Lebenswerk erhielt der Schweizer Schauspieler Mathias Gnädinger den Lifetime Award,
überreicht von seinem Schauspieler-Kollegen Andrea Zogg. Gnädinger spielte sich mit Filmen wie
«Das Boot ist voll», «Leo Sonnyboy», «Kinder der Landstrasse» oder mit der SF-Soap «Lüthi und
Blanc» in die Herzen der Zuschauer. Auch als Kommissar Hunkeler in der gleichnamigen Krimireihe
oder in diversen «Tatort»-Folgen stand er wiederholt vor der Kamera. Mathias Gnädinger ist aber
auch ein begnadeter Bühnenschauspieler und wirkte in mehr als 130 Theaterstücken mit. Bei der
Preisübergabe meinte er: «Meine Frau hat mir gesagt, hör auf nachzudenken und sag einfach danke.
Ich sage einfach: Danke!»
Der Schweizer Fernsehpreis ist seit 2007 von der Axel Springer Schweiz AG vergeben worden, dieses
Jahr erstmalig gemeinsam von BLICK und TELE. Er ehrt national herausragende Leistungen in den
Kategorien Film, Sendung, Innovation und Star. Zusätzlich wird jährlich eine Persönlichkeit der TV-
Branche mit dem Lifetime Award geehrt. Veranstalter des Schweizer Fernsehpreises sind Blick und
Tele. Jörg Tobuschat, Verlagsgeschäftsführer Programm- und Wirtschaftsmedien bei Axel Springer
Schweiz, betont vor allem die Kooperation der beiden Medienunternehmen Axel Springer Schweiz
und Ringier, zu dem die Rose d'Or AG gehört: «Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Axel Springer
Schweiz und Ringier wird mit dieser Kombination gestärkt und bringt die renommiertesten
Veranstaltungen der Fernsehunterhaltung zusammen.»
Bilder: Copyright SRF
