brachte gestern abend eine interessante Frontstory. So habe das
ihre Wettersendung "Meteo" seit dem 1. Januar nur drei Mal pünktlich um 19.50 Uhr angefangen und 78 Mal zu spät. Stattdessen gab's in dieser Zeit Werbespots. Ein lukratives Geschäft für das Schweizer Fernsehen.
Die Unpünktlichkeit des
Schweizer Fernsehens deckt sich mit meinem
Ärgernis Nr. 5 und zeigt ergänzend auf, dass auch ein öffentlich-rechtlicher TV-Sender offensichtlich dieses Spielchen macht. Oder wie lässt sich sonst diese permanente Unpünktlichkeit einer so wichtigen Sendung erklären? Immerhin reden wir hier vom Wetterbericht kurz vor 20.00 Uhr - der Primetime, wo viele Zuschauer vor dem Fernseher sitzen -, und nicht von irgend einer langweiligen Kultursendung am Rande des Programms.
Laut Schweizer Fernsehen liege die Unpünklichkeit an der kurzfristigen Buchung der Werbung oder dass die vorhergehende
Tagesschau bei wichtigen Nachrichten überziehen darf. Aber war die Newslage so viele Male schuld an der Verspätung. "Wohl kaum," findet "Heute". Und das denke ich auch.
Für das Schweizer Fernsehen sind die Verspätungen bezüglich Werbeeinnahmen lukrativ. Laut "Heute" habe das Schweizer Fernsehen damit bisher schon über sieben Millionen Schweizer Franken kassiert – und das bei den zweithöchsten Fernsehgebühren von ganz Europa.
Nun ist die chronische Unpünktlichkeit bei "Meteo" schon beim
Verwaltungsrat der SRG ein Thema. Gemäss "Heute" hat ein Mitglied des Verwaltungsrats die Fernsehdirektorin
Ingrid Deltenre um eine Stellungnahme gebeten.
Ich bin gespannt, ob es dazu eine öffentliche Antwort geben, und falls ja, wie sie ausfallen wird.